Förderbereich Sprache

Die wechselseitige Beziehung von Wahrnehmung, Emotion, Kognition und Sprache impliziert, dass die Entwicklungsbereiche nicht für sich betrachtet werden können. Sie bedingen sich gegenseitig. So haben Schüler und Schülerinnen mit dem Förderbedarf Lernen vielfach auch einen Förderbedarf im Entwicklungsbereich Sprache. Bei Kindern mit Migrationshintergrund kann insbesondere bei sensiblen Kindern eine erhöhte Gefahr für das Entstehen einer verzögerten Sprachentwicklung beschrieben werden. Sprachentwicklungsstörungen sind dabei oft als Folge einer doppelten Halbsprachigkeit zu verstehen. Diese Art von Sprachentwicklungsstörung ist ein anerkanntes Gebiet der Sprachheilpädagogik.


An unserer Schule wird zu Beginn eines jeden Schuljahres der Bedarf an Sprachförderung ermittelt durch: festgestellten Sprachförderbedarf, Befragung der Klassenlehrer, Hospitationen und Diagnostik durch die Sprachheillehrer. Je nach Anzahl der Sprachförderstunden im Stundenplan werden abhängig von der Dringlichkeit des Bedarfs beginnend bei den jüngsten Schülern möglichst kleine Fördergruppen zusammengestellt. Der Zeitpunkt der Förderung wird in Absprache mit dem Klassenlehrer festgelegt. Dabei werden die Jüngsten möglichst zwei Mal die Woche für 20 Minuten gefördert und ältere Schüler ein Mal die Woche 40 Minuten.

 

Die endgültige Festlegung, welche Schüler von welchem Kollegen zu welchem Zeitpunkt gefördert werden, wird als Übersicht zusammengestellt. Dieser Plan wird den Klassenlehrern, den zuständigen Sprachheillehrern und der Schulleitung eingereicht.
Die Ergebnisse der Diagnostik und Förderung der einzelnen Schüler werden dokumentiert. Jeder Schüler hat eine eigene „Akte" im (abgeschlossenen) Schrank des Sprachheilraumes.